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Gewinner Diakonie Journalistenpreis 2020

Die Jury aus namhaften Journalisten, Wissenschaftlern und Vertretern von Diakonie und Kirche wählte aus rund 100 Einsendungen die diesjährigen Preisträger aus. Die digitale Preisverleihung des von der Diakonie Württemberg und der Diakonie Baden ausgelobten Preises fand in diesem Jahr in Karlsruhe statt. Es wurden Preisgelder von insgesamt 12.500 Euro vergeben. Der Preis wird auch 2021 ausgelobt.

In der Kategorie Fernsehen wurde die SWR-Reportage von Sebastian Georgi und Markus Henssler ausgezeichnet. Unter dem Titel „Im Alter einsam? Muss nicht sein!“ porträtiert der Film drei Menschen und ihren Umgang mit ihrem Alter und ihrer Einsamkeit. 

In der Kategorie Hörfunk lang ging der Diakonie Journalistenpreis an Sabine Brütting. Mit ihrem Beitrag „Der Abschied vom perfekten Kind“ aus der SWR Redaktion Religion, Migration und Gesellschaft portraitiert die Autorin eine junge Familie, der ein Kind mit einer sehr schweren und sehr seltenen Krankheit geboren wird. Die Reportage beschreibt, wie die Eltern sich entwickeln von der enttäuschten Hoffnung auf ein gesundes Kind, über die Krise und das Beinahe-Scheitern bis hin zur Fähigkeit, sein Schicksal und Hilfsangebote anzunehmen.

Der Preis für den Hörfunk-Kurzbeitrag ging an Verena Neuhausen von SWR Studio Stuttgart. Die Autorin begleitet Eltern in einem Mordprozess, deren Kinder bei einem Raserunfall getötet wurden.

Der Siegerbeitrag in der Kategorie Online trägt den Titel „Brüder leiden an seltenem Gendefekt“ von Lisa-Marie Jeschina und Jasmin Larmache. Die Dokumentation zeigt einen Vater, der sich zuhause um seine beiden schwer behinderten Söhne kümmert. Der auf Focus Online veröffentlichte Beitrag nimmt die Zuschauer mit ins Wohnzimmer der Familie. Hier versorgt der Vater mit viel Liebe seine Kinder, die nur kaum merkbar reagieren können.

Der Preis in der Kategorie Print wurde vergeben für den Beitrag „Ausgeliefert“, veröffentlicht in der Stuttgarter Zeitung. Hilke Lorenz thematisiert Nöte, die auch sehr junge Kinder in den Kinderkurheimen in den 1950er bis 70er Jahre erleiden mussten. Im Mittelpunkt steht das Schicksal einer Frau, die 1975 als Sechsjährige eine traumatisierende Zeit erlebt.

Im Video sind die Begründungen der Jury für die ausgezeichneten Beiträge nachzuschauen: