Diese Seite ist eine Kooperation zwischen dem Diakonischen Werk Baden und Württemberg

Preisträger 2022

Der Diakonie Journalistenpreis Baden-Württemberg wird am 21. Juli 2022 in Stuttgart verliehen. Er werden Preisgelder von insgesamt 10.500 Euro vergeben.

Kategorie Fernsehen

Vom Bordell ins Jurastudium

In der Kategorie Fernsehen hat gewonnen der Beitrag von Max Kronawitter. „Vom Bordell ins Jurastudium“ portraitiert eine Frau, die als Schülerin über das Internet in die Fänge eines Zuhälters geriet. Jahre später gelang ihr der Ausstieg. Heute informiert sie über die Gefahren der Prostitution. Über ihr Jurastudium kämpft sie auch rechtlich nicht nur gegen ihren ehemaligen Zuhälter. Der Film ist sehr nah an der Protagonistin. Er beschreibt nachvollziehbar den Leidensweg und den Weg zurück in die eigene Selbstbestimmtheit. Der Beitrag wurde im März 2022 in der ARD gezeigt.

Zum Beitrag
Kategorie Hörfunk lang

Neuanfang! Wenn es anders kommt im Leben.

In der Kategorie Hörfunk lang entschied sich die Jury für den Beitrag von Stefanie Meinecke. „Neuanfang! Wenn es anders kommt im Leben.“ ist eine vierteilige Serie, die im Januar 2022 auf SWR 1 lief. Zu Wort kommen Menschen, die ihr eigenes schweres Schicksal meistern, nicht dran zerbrechen sondern mit Mut das Beste aus der Situation machen. Die Jury wertete insbesondere den ermutigenden Charakter der Serie. Eine andere Herangehensweise an die Berichterstattung über soziale Themen. Die Beiträge zeichneten sich aus durch eine leichte und zugleich wertschätzende Erzählweise.

Teil 1 Felix: Trotz Amputation mit beiden Beinen im Leben
Teil 2 Margot und Jörg: Weiterleben mit dem Tod der eigenen Tochter
Teil 3 Nicole und Joachim: Gegen die Alkoholsucht und für die Liebe
Teil 4 Beatrice: Hinfallen und wieder aufstehen – Leben mit Multipler Sklerose

Kategorie Hörfunk kurz

Der Junge mit der Gitarre.

In ihrem Hörfunkbeitrag „Der Junge mit der Gitarre“ stellt Dagmar Hempel den jungen Mann Ken vor, der als Einsatzort für seinen Freiwilligendienst das Hospiz in Stuttgart gewählt hat. Die Jury würdigt das überraschende Thema und dessen kreative Umsetzung des Beitrags, der auf Antenne 1 lief. Mit Gitarrentönen unterlegt erzählt Ken, was er aus der Begegnung mit den Gästen des Hospiz für sein Leben mitnimmt. Die Jurorinnen und Juroren lobten, dass Dagmar Hempel damit zum Umgang mit dem Thema Sterben ermutigt und der Öffentlichkeit das Hospiz als guten Ort zeigt.

Zum Beitrag
Kategorie Print

Karina und Kristina aus der Ukraine

Mit ihrer Artikelserie „Karina und Kristina aus der Ukraine“ hat Dr. Pia Eckstein vom Zeitungsverlag Waiblingen den Preis in der Kategorie Print gewonnen. Die Autorin hat zwei aus der Ukraine geflüchtete Frauen aufgenommen und schildert in fünf Beiträgen deren Ankommen bis hin zur Vermittlung in Arbeit. Sie versteht es nach Meinung der Jury, trotz ihrer persönlichen Nähe das Thema aus der notwendigen Distanz zu betrachten. Der Autorin sei es gelungen, einen weit entfernten Konflikt in Bezug zur Region zu setzen. In Zeiten der Fassungs- und Sprachlosigkeit habe sie es geschafft, ihre Protagonistinnen „zum Sprechen zu bringen“.

Beitrag lesen